Situationship – Warum du besser auf diesen Dating-Trend verzichtest

Eine Liebesbeziehung zu haben, ist etwas Schönes. Doch die Grenzen zwischen einer echten, wahren Beziehung und einer unbedeutenden Affaire verschwimmen heutzutage immer mehr. Da gibt es Freundschaft Plus, nicht-monogame Beziehungen, Dreiecks-Liebschaften, Sommerromanzen und und und.

Was aber, wenn man mit einem Mann oder einer Frau schläft, nicht mit dieser Person zusammen ist und doch mehr für sie empfindet, als für einen Menschen, bei dem es einzig und allein um Sex geht?

Dieses Phänomen taucht immer häufiger auf. Und es hat einen Namen: Situationship.

Unverbindlich, intim und zusammen?

Situationship? Nie von gehört! Das denkst du gerade, oder? Tatsächlich ist das Phänomen hierzulande noch nicht so verbreitet. In den USA kennt man es jedoch.

Da sind zwei Menschen. Sie sind zusammen. Ihre Bindung ist allerdings sexueller Natur und komplett unverbindlich. Insofern gleicht die Situationship einer Affaire. Wenn da nicht die Gefühle füreinander wären und man eben doch irgendwie zusammen ist.

Die Situationship geht sogar noch einen Schritt weiter: Keiner der beiden Beteiligten befindet sich in einer Beziehung. Man ist also irgendwie monogam. Man trifft sich regelmäßig. Verbringt Zeit miteinander. Diese ist aber in erster Linie durch Intimität und Schäferstündchen geprägt.

Können Situationships funktionieren? Erfahre mehr im Video:

Wenn aus einer Situationship Liebe wird

Situationship ganz ohne Liebe? Meist läuft es anders. Durch die regelmäßigen Treffen und die Monogamie, die zwischen beiden herrscht, können sich früher oder später beide eine Beziehung im klassischen Sinne vorstellen. Aus der Situationship wird Liebe. Doch das ist nur die Theorie.

Sicherlich: Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt Situationship-Konstellationen, aus denen tatsächlich Liebe wird. Aber meist kommt es anders.

Im Regelfall läuft es so, dass sich eine Person mehr erhofft, während die andere die Unverbindlichkeit genießt. Solange kein Gespräch darüber stattfindet, ob man nun in einer echten Beziehung ist und auf weiteres Dating verzichtet, hängen beide in einer Situationship. Niemand weiß, was der andere wirklich will.

Eine andere Form der Situationship: Man war zusammen, trennt sich, aber man verbringt weiter Zeit miteinander, hat unverbindlichen Spaß und lässt sich treiben – bis vielleicht der oder die Richtige um die Ecke kommt. Eine Trennung in kleinen Schritten, bei der beide Beteiligten nicht auf Intimität und Nähe verzichten müssen, bis sie jemand Neuen kennenlernen.

Besser so, als alleine

Grundsätzlich lässt sich das Mantra der Situationship-Liebenden in wenige Worte fassen: „Besser so, als alleine zu sein.“ Ist ja legitim. Aber ganz ehrlich: Früher oder später wird jemand verletzt. Sobald Gefühle entstehen und sich eine Person mehr erhofft, als die andere, wird die Situationship scheitern. Und jemand mit gebrochenem Herzen aus der Sache gehen.

Stell dir vor, du wärst in einer Situationship gewesen und hättest Gefühle entwickelt. Möchtest du die Person mit dem gebrochenen Herzen sein? Oder du wärst der Part, der sich gegen etwas Festes ausspricht und enttäuschst damit einen Menschen, der dir wichtig ist. Auch nicht wirklich toll.

Fazit: Verzichte auf diesen Dating Trend. Situationship ist nur was für Leute, die nicht wissen, was sie wollen. Wenn du etwas Festes suchst, sprich das bei deinem Objekt der Begierde an. Wenn du nur eine Affaire willst, kommuniziere das deutlich. Ein offenes Gespräch ist immer die beste Basis.